Glossar Online-Marketing

Android
Das im Jahr 2008 von Google eingeführte Betriebssystem für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs wird mittlerweile auch für Festplattenreceiver und Fernseher verwendet. Eine besondere Eigenschaft von Android ist die offene Zugänglichkeit. Hersteller von mobilen Geräten müssen keine Gebühren an Google zahlen, um das Betriebssystem nutzen zu dürfen. Zudem können sie es optimal an ihr eigenes Gerät anpassen. Das führt dazu, dass Android einen stetig wachsenden Marktanteil verzeichnen kann. Firmen wie Samsung, HTC oder Motorola nutzen Android als Betriebssystem für Ihre Geräte. Android überzeugt außerdem mit einem breiten Angebot an Apps.

App
Apps ist eine Abkürzung von „application, im Deutschen „Anwendung“. Apps sind kleine Software-Anwendungen, die vor allem im Bereich der mobilen Geräte zum Einsatz kommen. In speziellen App-Stores, wie z.B. dem Google Play Store, stehen sie als Anwendungssoftware zum Download auf Smartphones oder Tablet-PCs zur Verfügung und können mit ein paar Klicks gegen Bezahlung oder teilweise auch kostenlos auf dem mobilen Gerät installiert werden. Eine App hat immer einen direkten Nutzen für den Anwender, ist jedoch im Funktionsumfang beschränkt. Apps gibt es für verschiedenste Bereiche von Spielen, über Office-Anwendungen bis hin zu Ratgebern oder Fitness-Apps

B2B-Marketing
Werden spezielle Marketingmaßnahmen unternommen, die nicht auf Endkunden, sondern auf andere Unternehmen ausgerichtet sind, spricht man von B2B-Marketing (business to business, deutsch: von Unternehmen zu Unternehmen). Der Kunde ist in diesem Fall ein anderes Unternehmen. Das Marketing für Endkunden wird als B2C-Marketing bezeichnet. Beide Bereiche weisen Gemeinsamkeiten auf, unterscheiden sich jedoch in einigen Besonderheiten. Im B2B-Marketing muss berücksichtigt werden, dass auf Grund von betrieblichen Vorgaben meist keine spontanen Kaufentscheidungen getroffen werden können. Außerdem wird ein kleinerer Kundenkreis angesprochen. Darüber hinaus werden meist deutlich erklärungsbedürftigere Produkte als beim B2C-Marketing angeboten. Die Maßnahmen aus dem B2B-Bereich ähneln dem B2C. Ein seriöser Internetauftritt, E-Mail-Marketing, professionelle Social-Media-Kanäle und ein zielgruppenorientiertes Content Marketing sind hierbei wichtige Erfolgsfaktoren.

Backlink
Mit einem Backlink werden Webseiten miteinander verlinkt, um auf die eigene Webseite hinzuweisen. Der Link weist sozusagen von einer anderen Internetseite zurück (englisch: back) zur eigenen Seite. Bei der Ermittlung der Rankings beziehen Suchmaschinen die Verlinkungen in Ihre Bewertungen ein. Je nachdem wie viele Backlinks auf die eigene Webseite verweisen, wird auch das Ranking entsprechend positiv beeinflusst. Abgesehen von der Anzahl der gesetzten Backlinks wird bei der Bewertung auch die Qualität der Backlinks bewertet. Auch die thematische Nähe zur eigenen Seite und die thematische Relevanz zählen zu den Kriterien, die in die Bewertung des Backlinks einbezogen werden.

Call-to-Action
Handlungsaufforderungen werden im Marketing unabhängig vom verwendeten Medium als Call-to-Action bezeichnet. Mit Hilfe dieses Elements kann das Onlinemarketing die Chance erhöhen, dass ein Besucher wirklich aktiv wird und mit der Internetseite interagiert, indem er einen Link betätigt bzw. darauf klickt. Ein häufig verwendetes Mittel für einen Call-to-Action Aufruf ist der Button, zum Beispiel mit dem Hinweis „Jetzt Tickets sichern!“. Es kommt auch vor, dass der Call-to-Action direkt im Text platziert wird. Dabei geht es nicht immer, um die direkte Aufforderung zum Kauf. Ein Call-to-Action kann auch den Aufruf einer bestimmten Internetseite, die Anforderung von Informationsmaterial, die Ablage eines Produkts im Warenkorb oder die Vereinbarung eines Beratungstermins, u.v.m. beinhalten. Künstliche Verknappungen wie „Jetzt einer der 100 ersten Besteller werden und 10 % Sonderrabatt sichern“ können die Reaktion auf den Call-to-Action verbessern.

CMS
Content Management Systeme (CMS) sind Systeme zur Erstellung von Inhalten für Internetseiten. Der große Vorteil bei diesen Systemen ist, dass keine Html- oder Programmierkenntnisse für die Gestaltung der Website erforderlich sind. Der Editor kann unabhängig vom Quellcode die gewünschten Inhalte einpflegen und verwalten. Über eine zentrale Zugriffsverwaltung können mehrere Nutzer gleichzeitig im System arbeiten. Darüber hinaus ist es möglich, individuelle Berechtigungen für verschiedene Bereiche der Website zu vergeben. Eines der am meisten für professionelle Websites genutzten Systeme ist das TYPO3 CMS. Es wird durch eine weltweite Community immer weiterentwickelt und bietet durch seine Extensions [Link] vielfältige Möglichkeiten und Funktionen. Der Umgang mit einem Content Management System ist leicht zu erlernen und kann so kann eine Website auf sehr einfache Art und Weise von mehreren Editoren auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Content Marketing
Unter dem Begriff Content Marketing wird eine spezielle Marketing-Technik zusammengefasst, deren erstes Ziel die Kontaktaufnahme mit dem potenziellen Kunden ist. Dabei steht die Überzeugung zum Kauf der Produkte nicht im Vordergrund. Das Prinzip ist, für eine definierte Zielgruppe relevante und wertvolle Inhalte in Form von Texten, Bildern, Podcasts oder Videos zu kreieren, auf verschiedenen Kanälen zu publizieren und dadurch die Kundenbindung zu dauerhaft zu stärken. Der „Content“ dient den Nutzern als Informationsquelle, zur Bildung, Unterhaltung und Inspiration. Durch das Content Marketing können der Bekanntheitsgrad gesteigert, die eigene Marke ausgebaut und neue Produkte eingeführt werden.

Conversion Rate
Mit der Conversion Rate wird das prozentuale Verhältnis von Besuchern einer Internetseite zu den Conversions gemessen. Bei einer Conversion findet eine konkrete Handlung eines Besuchers einer Internetseite statt, wie zum Beispiel ein Kauf, ein Download oder eine Newsletter-Anmeldung. Die Conversion Rate ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung der Maßnahmen auf einer Internetseite. Im Schnitt liegt die Rate zwischen ein und fünf Prozent. Sie ist unter anderem abhängig von Preisen, Angebotsspektrum oder Bekanntheitsgrad. Auch die Zielgruppe der Internetseite wirkt sich auf die Conversion Rate aus.

Corporate Identity
Mit der Corporate Identity wird ein einheitliches Kommunikationskonzept beschrieben, dass prägnant zu dem Unternehmen passt und ihm eine Identität gibt. Die Corporate Identity ist Bestandteil der strategischen Unternehmensführung. Durch ein einheitliches Kommunikationskonzept kann ein Unternehmen seine Selbstdarstellung kontinuierlich gestalten. Sowohl nach innen als auch nach außen wird eine Philosophie kommuniziert, die den Wiedererkennungswert steigern und die Kundengewinnung stärken soll. Zu der Corporate Identity zählen das visuelle Auftreten (Corporate Design), das Verhalten der Mitarbeiter (Corporate Behaviour) und die Unternehmenskommunikation (Corporate Communication).

Cost per View
Cost per View (deutsch: Kosten pro Betrachtung) ist ein neueres Abrechnungsmodell aus dem Online Marketing und dem bezahlten Suchmaschinenmarketing.. Bei diesem Modell wird pro tatsächlich stattgefundenem Sichtkontakt durch den Aufruf eines Werbeträgers seitens des Nutzers abgerechnet. Anders als bei impressionsbasierten Kampagnen ist keine Aktion des Nutzers notwendig, um dem Vermarkter eine Einheit in Rechnung zu stellen. Der Wert Cost per View liegt meist zwischen 0,10 und 1,00 Euro pro Video.

DENIC
DENIC verwaltet in Deutschland als Non-Profit-Unternehmen die Top-Level-Domain .de. Mit über 300 Mitglied-Unternehmen ist das „Deutsche Network Information Center“ (DENIC) in den letzten Jahren stark gewachsen. Zu den Mitgliedsunternehmen der DENIC eG gehören unter anderem auch die Telekom oder 1und1. Neben der Domain-Verwaltung hat die DENIC eG auch den ersten Root Nameserver in Deutschland eingerichtet. Dieser sorgt dafür, dass Internetadressen von der Wort-Form in IP-Adressen übersetzt werden. Ein besonderer Meilenstein in der Geschichte der DENIC war, dass sie zweistellige URL-Namen zulassen mussten. Der Wunsch kam damals von der Volkswagen AG, die gerne die Domain vw.de registrieren wollte. Seitdem sind zweistellige Domainnamen möglich.

E-Mail-Marketing
Über das E-Mail-Marketing wird ein direkter Dialog mit Kunden oder neuen Interessenten möglich. E-Mail-Marketing umfasst Werbung, die via E-Mail z.B. in Form eines Newsletters an einen Nutzer gesendet wird. Die Werbung enthält Angebote und Informationen in Form von Marketing- oder PR-Botschaften, die durch das E-Mail-Marketing direkt an den Kunden übermittelt werden. Geringe Versandkosten, eine hohe Versandgeschwindigkeit und vielfältige zielgruppenspezifische Gestaltungsoptionen sind wichtige Vorteile des E-Mail-Marketings und Grund für den hohen Stellenwert im Onlinemarketing. Negative Folge des E-Mail-Marketings aufgrund der Einfachheit ist der übermäßige Versand an E-Mails, der zu einer Spam-Kultur führt.

HTML
Die gängige Abkürzung HTML bedeute Hypertext Markup Language bzw. auf Deutsch Hypertext-Auszeichnungssprache. Mit Hilfe dieser Programmiersprache können textbasierte Inhalte, Videos oder Bilder eines Internetdokuments strukturiert werden. Neben den Inhalten wird auch die Meta-Information, die eine Beschreibung der Inhalte enthält, in HTML ausgezeichnet. Ziel ist es, den Umgang mit der Seite einfach zu halten und der Seitenstruktur ein System zu geben. Bei der Verwendung von HTML werden typischerweise Tags eingesetzt. Sie sind fest definierte Bestandteile, die nutzerunabhängig standardisiert sind. Durch die Nutzung von Tags kann eine hierarchische Struktur errichtet werden.

Inbound Marketing
Mit der Marketing-Strategie des Inbound Marketings soll durch mehrwertige, nützliche Inhalte auf einer Webseite die Aufmerksamkeit der Zielgruppe geweckt werden. Ausgangspunkt der Marketing-Strategie ist, dass der Kunde ohnehin nach Produkten sucht und lediglich zum richtigen Produkt gelangen muss. Inbound Marketing setzt nicht, wie beispielsweise das E-Mail-Marketing auf das Senden von konkreten Nachrichten. Vielmehr werden nützliche, auffindbare Inhalte generiert, die den Kunden erreichen sollen. Das Inbound Marketing kann über Suchmaschinen, Social Media oder Blogs erfolgen. Die Marketing Strategie ist von zentraler Bedeutung für den Erfolg im Onlinemarketing und kann daher nicht von der Suchmaschinenoptimierung, der Online Presse oder der Pflege von Social Media Plattformen getrennt behandelt werden.

Klickrate oder Click-Through-Rate

Die Klickrate, häufig auch als Click-Through-Rate (CTR) bezeichnet, stellt das Verhältnis der Anzahl der Klicks auf einen Link oder auf ein Banner zu den Seitenaufrufen dar. Wenn ein Link bei 1000 Seitenaufrufen genau 17 Mal geklickt wird, liegt die Klickrate bei 1,7 Prozent. Damit kann die Effektivität von Werbekampagnen gemessen werden. Die Klickrate kann zudem für weitere Analysen verwendet werden. Der Erfolg einer Kampagne lässt sich nicht ausschließlich über die Klickrate messen, sondern auch in der Conversion, die daraus resultiert.

Suchmaschinenwerbung (SEA)
Unter dem Begriff der Suchmaschinenwerbung (SEA, englisch: search engine advertising) wird ein Teil des Suchmaschinenmarketings zusammengefasst. Darunter fällt die Platzierung von Werbeanzeigen auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen. Meist wird diese Form der Onlinewerbung über Keywords in Suchmaschinen eingebunden. Die Suchbegriffe können frei gewählt werden. Die Anzeigen werden überwiegend in Textform platziert und haben das Ziel Angebote zu bewerben, die der Suchanfrage des Nutzers entsprechen. Als besonders relevant wird die Suchmaschinenwerbung auf Google angesehen.

Suchmaschinenmarketing (SEM)
Unter dem Oberbegriff Suchmaschinenmarketing (SEM, Search Engine Marketing) werden die Bereiche Suchmaschinenoptimierung (SEO, Search Engine Optimization) und Suchmaschinenwerbung (SEA, Search Engine Advertizing,) zusammengefasst. Beim SEM geht es darum, über Suchmaschinen Interessenten und Kunden auf die eigene Internetseite aufmerksam zu machen. Mit der Hilfe von gezielter Suchmaschinenwerbung und von gezielten Rankingmaßnahmen werden mehr Kunden auf die eigene Seite gelockt. Das Suchmaschinenmarketing ist somit ein wichtiger Bestandteil vom Unternehmensmarketing.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Der Begriff Suchmaschinenoptimierung (SEO, Search Engine Optimization) fasst alle Maßnahmen zusammen, die dazu beitragen sollen, das Ranking der Webseite in den Suchmaschinen zu verbessern. Dadurch wird der Traffic auf der eigenen Seite gesteigert. Ein wichtiger Teil der SEO ist die Erstellung und Pflege von qualitativ hochwertigen, einzigartigen Inhalten (Content) unter Einsatz entsprechender Keywords, Title Tags und Meta Descriptions. Außerdem wird bei der Bewertung der Seiten durch die Suchmaschine auch die interne Verlinkung auf der Internetseite einbezogen. Die Optimierung ist ein wiederkehrender Prozess, der zu einer dauerhaften Verbesserung der Seite führen muss.

Usability
Die Usability, auf Deutsch Benutzerfreundlichkeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für die Bewertung von Benutzeroberflächen oder Internetseiten. Wichtig sind dabei das Design und die Bedienbarkeit der Seite. Wie benutzerfreundlich eine Webseite ist, kann ihren Erfolg maßgeblich beeinflussen. Für den Nutzer ist es wichtig, schnell an sein Ziel zu kommen, sei es das Finden einer Information oder der Kauf eines Produkts. Darüber entscheiden beispielsweise die Navigation oder die Suchfunktion. Zentrale Kriterien bei der Beurteilung der Usability sind intuitive Benutzerführung, leichte Erlernbarkeit, Einprägsamkeit oder die Zufriedenheit. Mit speziellen Tests zur Usability, z.B. Eye Tracking Tools, soll vorab beurteilt werden, wie ein Nutzer auf der Seite zurechtkommt.