SEO 2018 - Trends und Ausblick

2018|02

Das neue Jahr verspricht in puncto Suchmaschinenoptimierung spannend zu werden: Einerseits behauptet Google seine Vormachtstellung und dominiert das SEO-Geschehen, obwohl immer mehr Suchende ihre Antworten direkt auf der Ergebnisseite finden. Andererseits geben Alexa, Siri & Co. die an sie gestellten Fragen an BING weiter. Hier dürfte es einiges an Bewegung geben, was die Suchmaschinenoptimierung noch spannender macht. Folgende Faktoren dürften in jedem Fall relevant sein, um auch im Jahr 2018 optimal gerankt zu werden.

SEO 2018
SEO 2018

SEO Trends 2018 – Google bleibt unangefochten Nummer 1

Die 2016-er Schwächephase scheint ausgestanden, Google wächst wieder kräftig: Rund 64 Prozent aller Suchanfragen laufen als Standardsuche bei Google, 22 Prozent über die Google Bildersuche – hingegen nur 2,6 Prozent über YouTube, 2,3 Prozent bei Amazon und 1,5 Prozent bei Facebook. In puncto Suchanfragen nimmt Google nach wie vor eine Ausnahmestellung ein, von einer ernsthaften Konkurrenz ist trotz Siri, Alexa und Cortana bislang nichts zu sehen. Entsprechend wichtig bleiben die Kriterien, die Google bei der Bewertung von Webseiten anlegt – hier einige, die für 2018 zu beachten sind.

Mobile First Index

Die per mobilem Endgerät Suchenden laufen den Desktop-Nutzern zunehmend den Rang ab, das ist nicht neu. Diese Entwicklung schlug sich bereits 2016 in den Rankingfaktoren nieder, als die mobile Optimierung deutlich aufgewertet wurde. Im letzten Jahr wurde Google nicht müde, Accelerated Mobile Pages (AMP) zu bewerben und verbesserte schließlich auch sein Mobile Update. Der groß angekündigte Roll-Out des Mobile First Index wurde gestartet – allerdings sehr langsam.

Voice Search & Longtail Keywords

Mit 20 Prozent aller Suchanfragen nimmt die Technologie der Voice Search einen wachsenden Einfluss auf das Suchverhalten der Nutzer ein. Das bestätigen verschiedene Studien: In den USA betonten 44 Prozent der Befragten die im Vergleich zur klassischen Suchanfrage höhere Effizienz der Sprachsuche. Der Anteil dürfte weiter steigen, zumal immer mehr Suchen in Form einer sprachlichen Interaktion mit einem Endgerät formuliert werden - und nicht durch Eingabe von Keywords in die entsprechende Google-Zeile.

AMP (Accelerated Mobile Pages)

Dieses Thema nimmt in jedem Fall noch einmal Fahrt auf, Google bindet AMP-Seiten bereits fest in die Google SERPs ein. In den letzten Monaten war bereits festzustellen, dass auf den besten Rängen der ersten Ergebnisseite bei Google-Suchen immer mehr AMPs auftauchen: Digitale Inhalte müssen schnellstmöglich und vor allem unabhängig vom Datenvolumen oder der Empfangsqualität ausgespielt werden können. Dieses Kriterium dürfte künftig immer wichtiger für ein optimales Ranking werden.

User Experience

Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein und wird doch von Google belohnt: Der Nutzer gehört bei der Webseitengestaltung in den Fokus aller Bemühungen. Erfüllt eine Webseite nicht die Nutzerwünsche und -bedürfnisse, wird sie nicht zum Erfolg führen und von den Suchmaschinen abgestraft. Dabei werden verschiedene Aspekte beurteilt, die von der Relevanz der Inhalte über den barrierefreien Zugang bis hin zu Faktoren wie Ladezeit, Struktur und Lesbarkeit – vor allem auf mobilen Geräten – reichen.

Featured Snippets

Organische Suchtreffer müssen sich heute ihren Platz mit vielfältiger Konkurrenz teilen: Da finden sich neben den Suchergebnissen in der Regel AdWords-Anzeigen, Shopping-Ads mit Bildern oder Textanzeigen – und natürlich Featured Snippets, die das Bedürfnis der Nutzer nach einfachen Antworten befriedigen. Passt der Inhalt einer Webseite zur gestellten Frage, präsentiert Google einen entsprechenden Ausschnitt auf der begehrten Position 0. Die positive Wirkung auf das Ranking ist selbstredend.

Strukturierte Daten

Eine ganze Reihe neuer Technologien wird auf strukturierte Daten angewiesen sein, wie beispielsweise auch beim Thema Sprachanfragen. Allein die Möglichkeit, wahrscheinliche Sprachanfragen auszuzeichnen und Google somit die Arbeit zu erleichtern, macht die Bedeutung strukturierter Daten klar. Darüber hinaus fließen immer mehr Daten in die SERPs ein. Google ist mittlerweile durchaus dazu fähig, aus vorhandenem Content eigene Meta-Descriptions zu erstellen.

Machine Learning und AI (RankBrain)

Auch wenn der Begriff künstliche Intelligenz vielleicht noch etwas zu hoch gegriffen ist, hat der im Jahr 2015 von Google eingeführte selbstlernende Algorithmus RankBrain das Geschehen doch im Griff. Er ist zuständig für noch nie gestellte Suchanfragen, die rund 15 Prozent des Aufkommens ausmachen. Damit beeinflusst RankBrain die Reihenfolge der Ergebnisse, hat er doch zwischenzeitlich einiges dazugelernt. Google wird somit auch komplexe Fragen immer besser beantworten können.

Linkless Links

Allen Unkenrufen zum Trotz werden Backlinks auch in diesem Jahr eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen: PageRank wird demnach weiterhin von Google als Rankingsignal aufgegriffen. Aber auch die linkless Backlinks gehören in diesen Bereich, denn Google berücksichtigt bereits die Erwähnung von anderen Marken oder Webseiten – und das auch ganz ohne direkten Link.

Content bleibt König

Ob Algorithmen oder Künstliche Intelligenz – hochwertiger Content in Form von Texten, deren Inhalte von Bildern, Videos und Grafiken verdeutlicht werden, prägt die Relevanz einer Webseite. Die Suchmaschinen analysieren textliche Inhalte immer detaillierter, wie beispielsweise mit RankBrain, einer innovativen Technologie zum besseren Verständnis. Qualität wird hier belohnt und dieser Trend wird sich weiter verstärken – schließlich lernt das System permanent dazu.

Fazit: Suchmaschinenoptimierung 2018 muss dem Nutzer dienen

Die SEO Trends 2018 sind in einem Punkt klar: Die Algorithmen der Suchmaschinen zeigen dem Marketing den richtigen Weg, nämlich den zum Nutzer. Alle Optimierungsmaßnahmen sollten genau darauf abgestimmt werden, dass Nutzer die bestmöglichen Antworten auf ihre Suchanfragen erhalten.