SEO Rankingfaktoren 2014

2014|11

Die Zusammenhänge von Suchmaschinenoptimierung, Online-Marketing und "gutem Content".

Rankingfaktoren
Rankingfaktoren

Suchmaschinenoptimierung ist ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg jeder Online-Marketing-Strategie.  Ziel jeder Suchmaschinenoptimierung ist es, relevanten Traffic aus der organisches Suche zu generieren. Relevanter Traffic wird in Tendenz besser konvertieren und zu einer Umsatzsteigerung führen. Welche Faktoren dabei eine wichtige Rolle spielen und w eshalb die Relevanz von „gutem Content“ immer stärker wird, haben wir für sie zusammengefasst.

Suchmaschinen nutzen eine Reihe von Faktoren, die über einen Algorithmus gewichtet werden, um die Wichtigkeit einer Internetseite oder Domain für eine Suchanfrage zu bewerten. Diese bezeichnet man im Allgemeinen als Rankingfaktoren. Vor einigen Jahren war es für Suchmaschinenoptimierer und SEO-Agenturen noch relativ einfach für bestimmte Keywords auf den ersten Plätzen der Suchergebnisse zu ranken. Mithilfe rein technischer Faktoren war es ohne großen Aufwand möglich, auf den Top-Positionen bei Google gelistet zu werden. Die gezielte Beeinflussung der Meta-Elemente, Ladezeiten, Text-Elemente und Verweise (Backlinks) reichte in der Regel aus, um einen Vorteil gegenüber seinem Mitbewerber zu erhalten. Diese Rankingfaktoren zählen auch heute noch zu den basalen Techniken einer Website-Optimierung. 
Die damals leichte Beeinflussbarkeit der Suchergebnisse und damit die steigende Anzahl von Spamseiten zwang die Suchmaschinenbetreiber dazu, Ihren Algorithmus stetig anzupassen, um dem Suchenden weiterhin optimale Suchresultate zu liefern. Mit jedem neuen Update von Google wurden die Faktoren, die zu Spamseiten führten, gestrichen und Rankingfaktoren hinzugefügt, die eindeutigere Signale für inhaltlich hochwertige Webseiten liefern.

Generell lassen sich heute fünf verschiedene Kategorien von Rankingfaktoren, die einen mehr oder weniger stärken Einfluss auf die Position in den Suchergebnissen haben, klassifizieren. 

1. Onpage Technik  

Der komplette Bereich der technischen SEO-Optimierung einer Webseite gehört zu den Basics der Suchmaschinenoptimierung. Die URL-Länge, der fehlerfreie HTML- und CSS-Code, die Integration einer robots.txt und andere Komponenten, wie die Optimierung der Landegeschwindigkeit, sind Grundvoraussetzung für ein gutes Ranking. Weitere wichtige technische Onpage-Faktoren stehen im direkten Zusammenhang mit dem Keyword. Die Meta-Angaben bzw. Meta-Tags sind ein spezieller Teil des programmierten Codes, der in erster Line für die Suchmaschine und nicht für den User bestimmt ist. Die für die Suchmaschinenoptimierung wesentlichen Meta-Tags sind der Title-Tag und die Meta-Description. Der Title-Tag gehört zu den wichtigsten Onpage-Faktoren überhaupt. Zum einen ist er fester Bestandteil der Snippets, dem Text den Google in seinen Suchergebnissen anzeigt. Somit hat er einen direkten Einfluss auf die Klickrate (CTR), das ist der prozentuale Anteil der Klicks im Verhältnisse zur Anzahl aller Erscheinungen in den Suchergebnissen. Zum anderen signalisiert der Title-Tag der Suchmaschine, analog zu einem Buchtitel, welchen Inhalt der User auf der Webseite erwarten kann. Die Meta-Description ist die kurze Beschreibung unterhalb der Suchergebnisse. Dieser Teil der Snippets liefert dem User und der Suchmaschine Zusatzinformationen. Beide Meta-Tags sollten das Hauptkeyword enthalten, da insbesondere der Title-Tag eine sehr hohe Relevanz für das Ranking besitzt. 

2. Hochwertiger Content

Der Inhalt einer Webseite ist ein starkes Signal für die Suchmaschine. Generell bewertet Google hochwertigen Content besser, als Texte, die Kopien sind oder in denen inhaltsleere Phrasen aneinandergereiht werden. Somit ist die Texteinzigartigkeit – der Unique Content – ein sehr wichtiger Rankingfaktor.

Welche Merkmale besitzt inhaltsstarker Content?

Es ist fast egal, nach welcher Person, welchem Fachbegriff oder welcher Institution Sie suchen. Eines der ersten Suchergebnisse ist Wikipedia. Das Online-Lexikon scheint also die Regeln für guten Content – in den Augen von Google – zu erfüllen. Jeder Artikel von Wikipedia ist nach einem festen Muster strukturiert. Im Titel steht das Keyword. Im darunter folgenden Teaser, dem Anrisstext, werden dem Leser die wichtigsten Informationen direkt mitgeteilt. Gleichzeitig soll er zum Weiterlesen verleiten. Das Inhaltsverzeichnis führt den Leser über Verlinkungen zum jeweiligen Unterthema. Innerhalb des gesamten Fließtextes werden die wichtigsten Begriffe rundum das Keyword verständlich erläutert und verlinkt, sodass sich der Leser – je nach Bedarf – Zusatzinformation holen kann. Außerdem wird der Text durch weitere Medien und Verweise zu weiterführenden Quellen angereichert.

Generell verdeutlicht dieses Beispiel, dass „guter Content“ sich aus vielen Faktoren zusammensetzt. Summiert ergibt sich ein Inhalt, der gut lesbar, inhaltsstark, ganzheitlich und innerhalb einer Domain oft mit anderem relevantem Inhalt verlinkt ist. 

Ein wesentliches Hilfsmittel bei der Erstellung solch suchmaschinenfreundlicher Texte ist die WDF*IDF-Analyse. Mit dieser wird analysiert, wie groß die Häufigkeit (Termfrequenz) und semantische Beziehung bestimmter Terme (Proof-Keywords) rundum das Hauptkeyword ist. Hinzu kommen technische Text-Faktoren, die der Suchmaschine eindeutige Signale für den thematischen Inhalt geben. Dazu zählen:

  1. Das Keyword in der Hauptüberschrift (H1) 
  2. Die Position des Keywords in der Hauptüberschrift (H1)
  3. Das Keyword und die Position in den weiteren Überschriften (Hx)
  4. Die Textlänge und Anzahl der Worte
  5. Die Anzahl der Sätze und Anzahl der Bilder usw.

3. Offpage Faktoren

Verweise von anderen Webseiten auf die eigene sind für Google ein sehr starkes Signal. Der Qualitätsfaktor „Backlinks“ gehört zu den wichtigsten Offpage-Ranking-Faktoren. Es gilt: Je höher die Reputation und das Vertrauen von Google in die Linkquelle ist, um so stärker ist die „Linkkraft“, die auf die Zielseite übertragen wird. Dieser Mechanismus ist einfach erklärbar: Eine Domain, die von Wikipedia aus verlinkt wird, scheint zu diesem Thema weitere wertvolle Inhalte und Informationen zu besitzen. Ein Link von einer beliebigen kleinen Webseite – die keine thematisch passenden Inhalte zur Verfügung stellt – überträgt auf die Zielseite ein geringes und damit wertloses Signal. 

Weitere wichtige Offpage-Rankingfaktoren sind:

  • Die Anzahl der Backlinks – je mehr desto besser
  • Der Sichtbarkeit – je hoher der Sichtbarkeitsindex der Quellseite ist, desto positiver
  • Anteil der Backlinks aus dem selben Land – je mehr Linkquellen, umso besser
  • Die Link-Qualität – Anteil der Backlinks, die das Keyword enthalten
  • Der Link-Content – thematische Übereinstimmung mit dem Content auf der Zielseite und dem semantischen Umfeld auf der Quellseite

4. Der Marken-Faktor

Kein Ranking-Faktor beeinflusst alle anderen Faktoren mehr, als der Brand-Faktor. Studien zeigen immer wieder, dass Marken überproportional oft auf den Top-Positionen in den Suchergebnissen zu finden sind. Der Marken-Faktor ist so stark, dass andere Onpage- und Offpage-Einflussfaktoren sogar weniger relevant werden. Das bedeutet, wenn Google ein Unternehmen, eine Person oder eine Institution als wichtige Marke anerkannt hat, rankt diese für bestimmte Begriffe schneller, obwohl andere Kriterien für ein gutes Ranking nicht oder nicht ausreichend erfüllt sind. Der Grund für die Sonderrolle liegt höchstwahrscheinlich darin, dass Google Marken in ihrer Kernkompetenz als wertvoller und vertrauenswürdiger einstuft, als No-Name Webseiten.

5. Nutzer- und Traffic-Signale

Google ist in den letzten Jahren immer effizienter darin geworden aus den Nutzersignalen relevante Daten zu gewinnen. Das hat einen einfachen Grund. Aus den Hinweisen lassen sich direkte Rückschlüsse auf die Qualität einer Suchanfrage in Zusammenhang mit den ausgegebenen Ergebnissen ableiten. Klickt ein User nach der Sucheingabe auf eines der Suchergebnisse und kehrt schnell wieder auf die Liste der Suchergebnisse zurück, sendet er das Signal aus, dass seine Sucherwartung und die Webseite nicht zusammenpassen. Diese Schlussfolgerung lässt sich auf viele Faktoren übertragen. Ob Backlinks oder Signale aus sozialen Netzwerken, der User zeigt mit seinem Verhalten eindeutig, welche Webseite, zu welchem Thema seinen Erwartungen entspricht. Zu den bedeutsamsten Usersignalen gehören:

  • Click-Through-Rate (CTR): Verhältnis zwischen der Anzahl der Anzeigen in den Suchergebnissen und der Klickrate
  • Time on Site: Verweildauer auf der Seite
  • Bounce-Rate: Absprungrate von der Webseite zurück zu den Suchergebnisse

Diese Faktoren stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Content. Inhalte, die die Erwartungen der User erfüllen, verringern die Absprungrate und erhöhen die Verweildauer auf der Webseite.

Zusammenfassung

Content, Content, Content. Der Inhalt einer Webseite steht mittlerweile im Fokus der Suchmaschinenoptimierung. Die Basis jeder Optimierung sind sicherlich immer noch die technischen Faktoren, diese sind aber für ein überdurchschnittliches Ranking auf den Top-Positionen nicht mehr ausreichend. Guter Content steht im Mittelpunkt aller anderen Optimierungsmaßnahmen. Hochwertige und holistische Inhalte bilden die Grundlage dafür, dass Google ein Unternehmen als Marke und damit Kompetenzführer einordnet. Ganzheitliche und zielgruppenspezifische Angebote und Informationen, die für den User einen Mehrwert darstellen, beeinflussen sowohl die Usersignale als auch das Ranking in den Suchergebnissen positiv.

Gute Rankings basieren daher auf dem Zusammenspiel vieler verschiedener und unterschiedlich gewichteter Faktoren, in dessen Zentrum immer mehr hochwertige Inhalte stehen.

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