Influencer Marketing - auf der Empfehlungswelle surfen

2018|07

Ein neuer Trend macht sich auf, die Unternehmenskommunikation zu verändern: Influencer Marketing zielt darauf ab, wichtige Meinungsführer einer neuen Generation als Multiplikatoren einzuspannen, um von deren Einfluss und Reichweite effektiv zu profitieren.

Influencer Marketing
Durch Influencer Marketing Einfluss und Reichweite generieren

Influencer Marketing - neue Meinungsführer braucht das Land

Was in den USA längst Usus ist, beginnt in Deutschland langsam Konturen anzunehmen: Influencer Marketing sattelt geschickt auf der Popularität bestimmter Influencer, wie beispielsweise von Stars, auf, die mit einer Empfehlung oder positiven Bewertung einer Marke oder der Markenbotschaft enormen Auftrieb verleihen können. Insoweit folgt diese Marketing Strategie bekannten Mustern, wurden doch auch bisher relevante Verteiler genutzt - allerdings kamen hier in erster Linie die gängigen Medien in Frage.

Es lässt sich aber nicht von der Hand weisen, dass sich sowohl die Medienwelt als auch das Kundenverhalten verändert haben: Als Meinungsführer und damit interessante Influencer für Marketing Strategien tritt eine komplett neue Generation in Erscheinung - Blog-Betreiber und Social Media Aktivisten, die nicht selten selbst zu Stars werden.

Das Potenzial wird vor dem Hintergrund klar, dass sich bereits rund neun Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung aktiv in den Online Medien zu den unterschiedlichsten Themen äußern, wie die Hochschule Macromedia in einer Studie belegt. Insbesondere die Authentizität der reichweitenstarken Instagramer, YouTube- und Snapchat-Aktivisten bewirkt die hohen Interaktionsraten und die beeindruckenden Reichweiten. Die Follower oder die Community befassen sich mit den veröffentlichten Meinungen und Inhalten - und folgen den Empfehlungen.

Herausforderung: Werbebotschaft intelligent platzieren

Damit ist das Ziel des neuen Trends klar: Es gilt, einflussreiche Influencer aus der modernen Medienwelt zu gewinnen und sie gezielt als Markenbotschafter in Marketing Strategien einzuspannen. Der Gedanke ist logisch, denn derartige Influencer können mit einer Empfehlung innerhalb ihrer oft umfangreichen Community durchaus positiv auf die Entscheidungsprozesse Einfluss nehmen. Berichten sie beispielsweise überzeugt von ihren positiven Erfahrungen mit einem Produkt, stärken sie nicht nur die Markenbekanntheit allgemein.

Hier spielt die Besonderheit einer Community die entscheidende Rolle: Sie ist deutlich empfänglicher für eine Empfehlung, hat sich der Influencer mit seinen Publikationen doch bereits die Anerkennung seiner Follower erarbeitet. Kommt dann aus dieser Richtung eine Empfehlung, trifft diese naturgemäß auf fruchtbaren Boden. Genau hier liegen aber auch die Herausforderungen: Einerseits müssen Unternehmen oder die beauftragten Agenturen zunächst die zur relevanten Zielgruppe passenden Influencer identifizieren. Andererseits stellen die Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit eine weitere Hürde dar, da diese Influencer  grundsätzlich unabhängig und authentisch bleiben wollen. Es ist also nicht nur eine ausgefeilte Strategie gefragt, sondern vor allem das Fingerspitzengefühl, die richtigen und tragfähigen Argumente zu erarbeiten.

Unternehmenskommunikation: Influencer Marketing erfüllt modern Ansprüche

Die digitale Transformation verändert das Kundenverhalten in einem Maße, das auch von Unternehmen und deren Marketer nicht ignoriert werden kann - die klassische Vermittlung einer Werbebotschaft kann den höheren Ansprüchen nicht mehr genügen und läuft kostenintensiv ins Leere:

  • 70 Prozent der Verbraucher verlassen sich eher auf die online verfügbaren Kundenbewertungen als auf Werbebotschaften
  • 92 Prozent lassen sich von Empfehlungen beeinflussen, auch wenn sie den Empfehlungsgeber gar nicht kennen.

Diese Zahlen sollten klar machen, dass die Bedeutung der online abgerufenen Empfehlungen und Bewertungen zu groß ist, um nicht Einfluss auf die Entwicklung von modernen Marketing Strategien zu erhalten.

Digitale Medien haben aber auch die traditionellen Influencers, wie beispielsweise Journalisten, verändert, denn diese werfen heute zu 95 Prozent die in der Masse versendeten Pressetexte weg. Woher nehmen sie also die Informationen, die sie für ihre Arbeit benötigen? Sie nutzen überwiegend Suchmaschinen für die Recherche, aber auch spezielle Presseportale - und Social Media und Blogs mit großer Reichweite, aus denen sie sogar zitieren.

Das Internet ist demnach längst zur Informationsquelle für die klassischen Presseleute avanciert, mehr noch, sie sind selbst dort aktiv: Viele Medienmacher betreiben eigene Blogs oder nutzen Instagram &Co., um sich Abonnenten zu sichern und eine eigene Community aufzubauen - und werden somit auch wieder interessanter für Influencer Marketing.

Influencer: Potenzielle Multiplikatoren sicher identifiziere 

Die Bandbreite an potenziellen Influencern ist also deutlich größer geworden. Hier bieten sich an:

Presseleute und Redaktionen

Sie sind die Klassiker, die von einer neuen Generation an Influencern überrollt werden - sollten sie sich nicht als Blogger oder in den sozialen Netzwerken engagieren. Hier stößt der Nimbus eines Experten auf eine wissensbegierige Community, die den direkten Draht zum Meinungsführer und damit erstklassige Informationen jenseits der offiziellen Pressemitteilungen sucht. Gleichzeitig sind deutlich intensivere Interaktionen möglich, als dies bei klassischen Publikationen der Fall ist. Damit empfehlen sich die modernen Presseleute auch für ein zeitgemäßes Influencer Marketing.

Blog-Betreiber

Rund 86 Prozent der aktiven Influencer betreiben aktiv einen Blog und können daher Brands geschickt in Erfahrungsberichten präsentieren. Diese Form von Storytelling lebt von deren Authentizität, sodass derartige Kampagnen auf große Aufmerksamkeit in der jeweiligen Community stoßen. Diese setzt sich mit dem Geposteten auseinander, kommentiert, teilt oder bewertet positiv - und gibt so letztendlich ein wertvolles Feedback, das dem jeweiligen Unternehmen für sein Marketing wichtige Rückschlüsse ermöglicht.

Aktivisten in Social Media

Eine weitere Gruppe an Meinungsmachern nutzt die sozialen Netzwerke wie Instagram, Twitter, Snapchat, Facebook oder YouTube. Dort lassen sich unkompliziert eigene Kommentare und Meinungen posten, aber auch Diskussionen initiieren. Je interessanter die Beiträge für bestimmte Zielgruppen sind, desto mehr Follower schließen sich an und geben ihrerseits Feedback, teilen oder liken die Posts.

Es liegt auf der Hand, dass sich hier ein interessantes Potenzial an Influencern eröffnet. Die Zuordnung zu einer in Frage kommenden Zielgruppe ist dann schon deutlich komplizierter: Mehr als 90 Prozent der Blogger nutzen Social Media Kanäle, also Instagram & Co. Presseleute wiederum recherchieren hier einerseits, bloggen aber andererseits auch selbst. Das trifft ebenso auf den modernen Kunden zu, der sich in speziellen Foren und in sozialen Netzen informiert, aber eben auch selbst Empfehlungen oder Bewertungen abgibt - und das sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich.

Gerne beraten wir Sie zum Thema Influencer-Marketing! An den folgenden Standorten sind wir für Sie da: 

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