16.08.2018 | 

Seit Juli 2018 wird es ernst. Nutzer, die mit dem Browser Chrome surfen, erhalten plötzlich Sicherheitswarnungen. Das geschieht teils sogar auf altbekannten Webseiten. Auch Ihre Web-Präsenz kann hiervon betroffen sein, genau wie etwa 500.000 der beliebtesten Seiten im Internet. Alle Webseiten-Inhaber sind nun gefordert eine HTTPS Umstellung durchzuführen. Was das ist, warum Sie jetzt ein SSL Zertifikat benötigen und wie beides zusammenhängt, lesen Sie hier.

https auf Wolken

Auf der sicheren Seite – aber nur mit HTTPS Umstellung 

Mit Version 68 des Chrome Browsers sagt der Hersteller unsicheren Web-Präsenzen den Kampf an. Bislang liefern viele Webseiten ihre Inhalte mithilfe des sogenannten Hypertext Transfer Protocol aus, kurz HTTP. Das kommt Ihnen bekannt vor? Genau, es handelt sich um jene Abkürzung, mit der Links beginnen: http://...

Schon seit Längerem können Webseiten auch das Protokoll HTTPS verwenden. Das „S“ steht hierbei für secure, also sicher. Rufen Sie eine Internetseite mit HTTPS auf, so wird die Verbindung zwischen Server und Browser automatisch abgesichert. Für den Nutzer ergibt sich dabei zunächst kein Unterschied. Die Seite sieht genauso aus wie immer. Die Sicherheitsmaßnahmen werden automatisch im Hintergrund ausgeführt, ohne dass Sie als Besucher aktiv eingreifen müssen.

Anbieter wie Chrome wollen dieses Verfahren auf lange Sicht zum Standard für alle Webseiten machen. Bislang verliefen die Anstrengungen jedoch eher schleppend, weshalb nun härtere Mittel zum Einsatz kommen. Das Vorgehen des Unternehmens ist durchaus gerechtfertigt. HTTP ist ein Protokoll, bei dem Dritte beispielsweise Bankdaten oder Passwörter sehr einfach abgreifen können. Gerade Webseiten wie Online-Shops, die derart sensible Daten verarbeiten, stellen für Hacker ein lohnendes Ziel dar.

So erkennen Sie, welche Webseite sicher ist

HTTP und HTTPS – kann ein Laie da überhaupt einen Unterschied erkennen? Nichts leichter als das. Nutzer von Chrome werden seit Juli direkt auf unsichere Webseiten hingewiesen. Sobald Sie eine Internetseite öffnen, prüft der Browser automatisch das verwendete Protokoll. Seiten, die über HTTPS ausgeliefert werden, erhalten nun ein grünes Vorhängeschloss und den Vermerk „Sicher“ in der Adresszeile des Programms. Nutzt eine Web-Präsenz weiterhin HTTP, erscheint stattdessen ein Ausrufezeichen inklusive des Vermerks „Nicht sicher“. Mit einem Blick auf die Adresszeile wissen Sie damit, welches Protokoll die Seite verwendet. Auf einer nicht sicheren Homepage werden Ihre sensiblen Daten leichter abgehört. Überlegen Sie also zweimal, ob Sie dort Informationen weitergeben.

Mit der Sicherheitswarnung macht Chrome einmal mehr deutlich, dass sichere Webseiten zum Standard werden müssen. Bislang belässt es der Anbieter bei der Warnung, blockiert also noch keine Web-Präsenzen. Business-Websites, Online-Shops oder auch die Vereinsseite sehen nun allerdings wenig vertrauenswürdig aus, wenn sie an prominenter Stelle als nicht sicher eingestuft werden. Auf kurz oder lang dürften diese Seiten daher einen Rückgang der Besucherzahlen spüren und insgesamt einen Vertrauensverlust erleiden. Ob in zukünftigen Versionen unsichere Webseiten gar nicht mehr geöffnet werden, ist bislang noch unklar. Weitere Anbieter wie Firefox haben jedoch bereits angekündigt, ebenfalls Warnungen für ihre Nutzer einzurichten.

Übrigens: Auch Suchmaschinen mögen’s lieber sicher. Google hat bereits im August 2014 die Auslieferung von Webseiten über HTTPS zu einem Faktor gemacht, der diese Seiten höher in den Suchergebnissen listet. Wollen Sie also gefunden werden, spielt auch die Sicherheit Ihrer Homepage eine Rolle.

SSL Zertifikat: Damit gelingt die HTTPS Umstellung

Jetzt ist schnelle Hilfe gefragt, damit die Umstellung Ihrer Webseite auf HTTPS gelingt. Ihre bisherige Präsenz im Netz müssen Sie zum Glück nicht neu programmieren. Der Schlüssel zur sicheren Kommunikation liegt in einem sogenannten SSL Zertifikat. SSL steht für Secure Socket Layer. Diese Abkürzung beschreibt ein Verschlüsselungsprotokoll, also eine zusätzliche Sicherheitsschicht für die Datenübertragung zwischen Browser und Server. Sobald Sie ein solches Zertifikat für Ihre Webseite aktiviert haben, können Dritte die Kommunikation nicht mehr einfach abhören und Sie schützen so die Daten Ihrer Besucher. Wenn ein Nutzer Ihre Seite über seinen Browser aufruft, prüft dieser auf dem Server der Webseite, ob er zur aufgerufenen Domain gehört. Für diese Bestätigung benötigt der Server das SSL Zertifikat.

Ihr persönliches SSL Zertifikat für die Umstellung auf HTTPS fordern Sie einfach online bei uns an. Wir informieren Sie darüber, welches Zertifikat sich für Ihre Internetseite eignet und senden Ihnen alle Informationen zu, die Sie für die Aktivierung benötigen. Sobald Sie Ihr Zertifikat aktiviert haben, wird auch Ihre Webseite von Chrome als sicher eingestuft.

Ihre Fragen zu HTTPS, SSL und der Sicherheit Ihrer Online-Präsenz beantworten wir gerne. Kontaktieren Sie uns jetzt!

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